KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Das KZ Flossenbürg war eines der großen nationalsozialistischen Konzentrationslager mit über 90 Außenlagern in Bayern, Böhmen und Sachsen. Mindestens 100.000 Menschen, darunter 16.000 Frauen, waren in diesem Lagerkomplex inhaftiert, über 30.000 haben nicht überlebt.

Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist eine „multiple Einrichtung“. Ihr eignet sowohl ein wissenschaftlicher als auch pädagogischer, museologischer und humanitärer Auftrag. Inhaltlich befasst sie sich sui generis mit der Gesamtgeschichte des Konzentrationslagers Flossenbürg mit all ihren vielfältigen Unterthemen. Gleichsam überschreitet diese thematische Orientierung die Zweitperiode von 1933 bis 1945 ganz bewusst. Die Beschäftigung mit Umgang/Verdrängung/Bewältigung nach 1945 zählt zu den selbstverständlichen Arbeitsfeldern der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Ebenso die künstlerische Auseinandersetzung mit den genannten Themen.

Die KZ-Gedenkstätte ist organisatorisch zwar ein Erinnerungsort in Bayern, sie ist aber weit mehr als ein bayerischer Erinnerungsort. Sie versteht sich als überregionale Kommunikationsplattform zu den Themenfeldern Nationalsozilaismus/Diktatur/Totalitarismus/Grenzen/Nachbarschft/Interkulturalität.